Blütenbildung im Glas – ein Qualitätsmerkmal

Honigglas_Bluetenbildung

Manchmal erreicht uns die Rückmeldung, dass mit dem Honig etwas nicht stimmen würde. Am Glasrand bildet sich eine helle Kristallisation, die leicht mit Schimmel verwechselt werden kann. Die sogenannte Blütenbildung entsteht dadurch, dass bei der Bildung der Kristalle Luft eingeschlossen wird. Wenn Honig kristallisiert, wird das Wasser zwischen den Honigkristallen gebunden. Ist der Wassergehalt allerdings gering, wird stattdessen Lust eingeschlossen.

Blütenbildung ist keine Qualitätsminderung. Ganz im Gegenteil ist es sogar ein Qualitätsmerkal, ein Zeichen für besonders trockenen Honig. Die Bienen verarbeiten den gesammelten Nektar zu Honig und trocknen ihn im Bienenstock, um ihn haltbar zu machen. Erst dann wird der Honig mit einer dünnen Wachsschicht verdeckelt und wird im Anschluss geernet. Je trockener der Honig, desto höher ist die Qualität zu bewerten. In der Regel beträgt der Wassergehalt zwischen 17% und 19%. Entsprechend trockener Honig ist lange haltbar und wird aufgrund des hohen Zuckergehaltes nicht schimmeln.

Teilweise sieht man auf dem Honig auch eine dünne weiße Schicht. Dies ist ebenfalls kein Schimmel sondern es handelt sich dabei um Schaum. Dieser besteht größtenteils aus Luft und ist ebenfalls kein Zeichen von schlechter Qualität sondern entsteht beim Verarbeiten und Abfüllen des Honigs ins Glas.

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